Bei Temperaturen über 30 Grad, Sonnenschein und in voller Wanderausrüstung begleitete Jürgen Mistol seinen Fraktionskollegen und den stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Johannes Becher zwei Tage lang bei einer Wanderung durch den Stimmkreis des Regensburger Abgeordneten.
In Regenstauf, Lappersdorf, Regensburg und Pentling legten die beiden Politiker Zwischenstopps ein, um mit Menschen aus verschiedensten Bereichen ins Gespräch zu kommen, die Grüne Problemlösungsfähigkeit bei Stakeholdern unter Beweis zu stellen und dabei potentielle Vorurteile über die Grünen abzubauen.
Dabei scheuten sich die Abgeordneten auch nicht vor Gesprächen mit Politikern anderer Parteien und Menschen, die keine Grünen-Affinität aufweisen.
Nachdem Jürgen Mistol und Johannes Becher beim Regenstaufer Landwirtschaftsbetrieb WIMEX Einblicke in das Unternehmen erhalten hatten, tauschten sie sich in Regenstauf mit dem zweiten Bürgermeister der Gemeinde, Andreas Deml (CSU), zur Finanzierung von Schulen und deren Kostenverrechnung mit Nachbargemeinden bzw. dem Landkreis sowie zur PCB-Belastung in alten Schulgebäuden aus. Alle drei Politiker waren sich einig, dass eine angemessene und finanziell abgesicherte Schulbildung zentral für die Wirtschaftsregion Oberpfalz ist.
Weiter ging es in Lappersdorf bei der staatlichen Feuerwehrschule. Hier führte der neue Schulleiter Alexander Schröder durch die moderne Anlage und das vielfältig nutzbare Übungsgelände, auf dem Einsätze bei Zugunglücken, Verkehrsunfällen und Bränden in Stadtgebieten trainiert werden können. Dabei diskutierten die Besucher die Digitalisierung von Lehrveranstaltungen und Verwaltungsaufgaben sowie die hohe Nachfrage nach Lehrgängen, insbesondere im Bereich der Kommandanten- und Zugführerausbildung. Überlegungen, die Feuerwehrschule auch für Lehrgänge zum Bevölkerungs- und Katastrophenschutz zu nutzen, sah Schröder kritisch, da bereits ohne diese Zusatzaufgabe die Lehrkapazitäten der Schule an ihre Grenzen stoße.
Ausgestattet mit vielen Eindrücken ließen die beiden Politiker beim Kneipenabend der Regensburger Grünen gemeinsam mit Mitgliedern und Interessierten den ereignisreichen Tag ausklingen, bevor es am nächsten Tag mit einem Besuch bei AMS OSRAM weiterging. Dort stimmten die Abgeordneten überein, dass Arbeitsmigration und Unabhängigkeit bei der Energieversorgung auch für die Technologiebranche essentiell ist.
Vor dem Überschreiten der oberpfälzisch-niederbayerischen Grenze bei Bad Abbach trafen sich die beiden Politiker in Pentling mit Vertreter*innen von Wind18, das kommunale Windparks plant und umsetzt und dabei nicht nur die Genossenschaft „Kommunale Energie Regensburg Land“, sondern auch die Bürger*innen und Gemeinden vor Ort einbeziehen und beteiligen will. Partnermanager Stefan Habermaier gab beim Treffen den Abgeordneten neben Lob auch Aufgaben für die Politik mit: Vor allem die Nachbesserung des neuen EEG-Entwurfs sei notwendig, damit der Ausbau der Windkraft effizient voranschreiten könne.
Geprägt durch viele Eindrücke und motiviert von den Vorschlägen und Bedürfnissen der Menschen in der Region war Jürgen Mistols Fazit klar: „Nicht nur beim Thema Bürokratie, sondern auch bezüglich der Energieversorgung und der Transformation der Wirtschaft muss die Demokratie beweisen, dass sie in der Lage ist, Probleme so zu lösen, dass es beim Menschen ankommt. Wir Grüne wollen dafür einen wichtigen Beitrag leisten.“