Zum Tag der Wohnungswirtschaft lud der Verband der Wohnungswirtschaft Bayern (VdW) ein, in dem die gemeinwohlorientierten Wohnungsunternehmen im Freistaat organisiert sind. Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Verlässlich. Nachhaltig. Fair.“ Im Mittelpunkt standen diesmal die Wege zu einem klimaeffizienten und zugleich bezahlbaren Gebäudebestand.
Nach der Eröffnung durch VdW-Verbandsvorsitzendem Wolfgang Bonengel und einem Grußwort von Sebastian Weisenburger, Vorsitzender der Grünen Stadtratsfraktion München, setzte insbesondere der Vortrag von Prof. Dr. Uwe Schneidewind wichtige Impulse. Der ehemalige Präsident des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie und frühere Oberbürgermeister der Stadt Wuppertal sprach unter dem Titel „Klimaneutralität als Jahrhundertaufgabe – Welche Weichen braucht der Energie- und Gebäudesektor?“.
In einer weiteren Fachrunde ging es um die Frage, wie bezahlbares und nachhaltiges Wohnen in Bayern gelingen kann. Anschließend diskutierten Vertreter*innen aus Politik und Wohnungswirtschaft über Wege zu einem klimaeffizienten Gebäudebestand.
Jürgen Mistol nutzte den Tag außerdem für Gespräche mit Akteur*innen der Wohnungswirtschaft sowie Kolleg*innen aus der Politik. Dabei wurde deutlich: Politische Vorgaben auf allen Ebenen dürfen bezahlbares und klimagerechtes Bauen und Sanieren nicht behindern, sondern müssen es aktiv fördern.
„Mit dem Abbau überflüssiger Normen – etwa durch den Gebäudetyp E oder eine praxisnahe Umbauordnung – sind wir in Bayern auf dem richtigen Weg“, so Mistol.
Kritisch gesehen wird dagegen der derzeit in der Verbändeanhörung befindliche Entwurf des Gebäudeenergiegesetzes von Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche. Aus der Praxis der Wohnungswirtschaft erhält dieser bislang keine guten Noten.