Pressemitteilung
Der Regensburger Landtagsabgeordnete Jürgen Mistol begrüßt die Bemühungen der beteiligten Stellen, den durchgehenden Bahnverkehr zwischen Prag und München auch nach dem Betreiberwechsel auf tschechischer Seite zum Fahrplanwechsel im Dezember 2026 sicherzustellen. Aus der Antwort des Bayerischen Verkehrsministeriums auf seine Anfrage geht hervor, dass sowohl die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) als auch das Bayerische Verkehrsministerium den Prozess eng begleiten und bereits frühzeitig das Gespräch mit der tschechischen Seite gesucht haben.
„Es ist gut, dass das Bayerische Verkehrsministerium und die BEG das Thema frühzeitig aufgegriffen haben und die Gespräche zwischen den beteiligten Unternehmen eng begleiten“, so Mistol.
Ab dem 13. Dezember 2026 übernimmt auf tschechischer Seite das private Bahnunternehmen Leo Express den Betrieb der Linie Ex36 Prag–München. Auf deutscher Seite bleibt die Länderbahn bis Ende 2028 Vertragspartner der BEG. Damit die Züge weiterhin ohne Umstieg verkehren können, müssen sich Leo Express und die Länderbahn auf die notwendige Zusammenarbeit verständigen.
„Jetzt ist vor allem das tschechische Verkehrsministerium gefragt, das Leo Express mit dem Betrieb beauftragt hat. Es muss darauf hinwirken, dass das Unternehmen die Verhandlungen mit der Länderbahn zügig zu einem erfolgreichen Abschluss bringt. Nur so lässt sich vermeiden, dass Fahrgäste ab Dezember an der Grenze umsteigen müssen“, betont Mistol.
Ein durchgehender Bahnverkehr zwischen Bayern und Tschechien sei von großer Bedeutung – sowohl für Pendlerinnen und Pendler als auch für den Tourismus und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit. „Ein Umstieg an der Grenze wäre ein Rückschritt für den Schienenverkehr und würde unnötiges Chaos zum Fahrplanwechsel verursachen. Dieses Szenario muss unbedingt verhindert werden.“
Nach Angaben des Bayerischen Verkehrsministeriums finden seit Juni regelmäßige Abstimmungsgespräche zwischen der BEG, dem tschechischen Verkehrsministerium sowie den beiden Eisenbahnunternehmen statt. Alle Beteiligten hätten zugesichert, konstruktiv an einer Lösung zu arbeiten. „Ich erwarte, dass diesen Zusagen nun auch zeitnah konkrete Ergebnisse folgen“, so Mistol abschließend.