Im Rahmen einer mehrtägigen Reise des Europaausschusses des Bayerischen Landtags nach Prag standen der politische Austausch, die deutsch-tschechischen Beziehungen und aktuelle europäische Herausforderungen im Mittelpunkt. Auf dem Programm standen Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Diplomatie, Wissenschaft und Zivilgesellschaft.
Zum Auftakt traf die Delegation mit den Leitungen der deutschen politischen Stiftungen in Tschechien zusammen, darunter die Friedrich-Ebert-Stiftung, die Heinrich-Böll-Stiftung und die Konrad-Adenauer-Stiftung. Weitere Stationen waren die Bayerische Repräsentanz in Prag sowie ein Austausch mit dem Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds, der seit vielen Jahren wichtige Projekte der Verständigung und Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern unterstützt.
Am zweiten Reisetag standen Gespräche in der Deutschen Botschaft sowie Treffen mit Mitgliedern des Auswärtigen Ausschusses und des Ausschusses für Europäische Angelegenheiten der tschechischen Abgeordnetenkammer auf dem Programm. Darüber hinaus besuchte die Delegation die EU-Agentur für das Europäische GNSS (EUSPA) und tauschte sich mit deren Direktor Rodrigo da Costa aus. Ein weiteres Gespräch fand mit der deutsch-tschechischen Parlamentariergruppe statt.
Auch Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft spielten eine wichtige Rolle während der Reise. Bei einem gemeinsamen Austausch mit NGOs und Thinktanks ging es unter anderem um europäische Integration, unabhängigen Journalismus, internationale Beziehungen sowie soziale und humanitäre Arbeit.
Die Reise war ein wichtiges Zeichen für den europäischen Zusammenhalt und die deutsch-tschechische Verständigung:
„Uns verbindet weit mehr, als uns trennt. Diese Überzeugung prägte unseren Besuch in Prag – sowohl die Gespräche im Parlament als auch den Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern der Zivilgesellschaft. Der Sudetendeutsche Tag in Brünn ist für mich ein weiterer sichtbarer Schritt der Aussöhnung zwischen Bayern und Tschechien, auch wenn die aktuelle Debatte in Tschechien mitunter Erinnerungen an längst überwunden geglaubte Konflikte wachruft. Für mich steht fest: gegenseitiger Respekt und die Bereitschaft zur Verständigung sind das Fundament eines guten und vertrauensvollen Miteinanders in Europa.“
Die Reise machte deutlich, wie eng Bayern und Tschechien inzwischen politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich miteinander verbunden sind – und wie wichtig der kontinuierliche Dialog für ein gemeinsames Europa bleibt.