Die Grünen in Neumarkt haben mit Jürgen Mistol eine interessante Diskussion rund um das Thema Wohnen veranstaltet.
Anlass hierzu war die auch in Neumarkt bestehende Wohnungsnot bei bezahlbarem Mietwohnraum. Denn die aktuelle Pestel-Studie bestätigt, was viele längst spüren – es fehlen massiv Wohnungen, in Bayern und eben auch in Neumarkt.
Mistol verwies auf die bestehende Bayerische Verfassung, Artikel 106, aus dem verbindlich hervorgeht:
- Jede(r) hat Anspruch auf eine angemessene Wohnung!
- Die Förderung des Baues billiger Volkswohnungen (heute würde man sagen: Bezahlbarer Wohnraum) ist Aufgabe des Staates und der Gemeinden.
- Die Wohnung ist für jedermann eine Freistätte und unverletzlich.
Diese Vorgabe für die Kommunen sollte nicht nur als Verpflichtung sondern auch als Chance angesehen werden. Denn die Politik hat wirklich die Option, Wohnen für alle möglich und bezahlbar zu machen! Ortssprecherin der Grünen Johanna Stehrenberg sieht die Neumarkter Grünen hier auf dem richtigen Weg mit ihrer Forderung im Wahlprogramm, dass auch die Stadt die Rolle als Bauherr für sozialen Wohnungsbau - auch barrierefrei und auch rollstuhlgerecht – übernehmen MUSS! Besonders weil die Fördertöpfe für private Bauherren, Bauträger und Genossenschaften leer sind. Der gerade ins Leben gerufene „Bauturbo“ und die mögliche E-Bauweise bieten allerdings auch für private Investoren die Möglichkeit, mehr sozialen Wohnungsbau mit fairen Mieten statt Profitdenken zu schaffen.
Denn das macht eine lebenswerte Stadt aus, dass niemand ausgegrenzt wird und abgehängt wird bei der Suche nach einer passenden, bezahlbaren Wohnung, so die Grüne Stadträtin Franziska Hutzler.