Rede Jürgen Mistol
Sehr geehrter Herr Golovchenko,
liebe Mitglieder von Hromada,
liebe Freundinnen und Freunde,
vier Jahre und ein weiterer Winter im Krieg liegen hinter uns seit dem 24. Februar 2022. Vier Jahre voller Leid, Zerstörung und unermesslicher Verluste. Und noch immer verteidigt die Ukraine Tag für Tag ihre Freiheit.
Wir stehen heute nicht nur im Gedenken hier – wir stehen hier in Solidarität.
Dieser Krieg ist kein fernes Geschehen. Er ist ein fortdauernder Angriff auf das Völkerrecht, auf die europäische Friedensordnung und auf die Grundwerte unseres Zusammenlebens. Die Menschen in der Ukraine kämpfen nicht nur für ihr Land. Sie kämpfen für Freiheit, Demokratie und Selbstbestimmung – für Werte, die auch unser Europa tragen.
Gerade im vierten Jahr dieses Krieges ist es entscheidend, dass wir nicht nachlassen. Dass wir sichtbar bleiben. Dass wir klar und unmissverständlich sagen: Wir stehen an der Seite der Ukraine. Wir stehen an der Seite der Menschen, die hier in Regensburg Schutz gefunden haben. Und wir stehen für ein Europa, das zusammenhält.
Solidarität bedeutet mehr als Mitgefühl. Sie bedeutet konkrete Unterstützung – humanitär, politisch und gesellschaftlich. Und sie bedeutet auch, Desinformation, Relativierung und Spaltungsversuchen entschieden entgegenzutreten.
Wir alle sehnen uns nach Frieden. Aber ein gerechter Frieden kann nicht auf Gewalt, Erpressung oder der Missachtung von Grenzen beruhen. Frieden braucht Sicherheit, Gerechtigkeit und die Achtung der Souveränität der Ukraine.
Ich danke Ihnen – dem Ukrainisch-Bayerischen Verein Hromada – für Ihr unermüdliches Engagement, für Ihre Kraft und für die Brücken, die Sie in unserer Stadt bauen.
Lassen Sie uns gemeinsam ein klares Zeichen setzen:
Für Frieden. Für Freiheit. Für Solidarität.
Slava Ukraini.
Vielen Dank.