In nur zwölf Jahren entstand in den 1960er-Jahren die Universität Regensburg – als Campusuniversität nach US-amerikanischem Vorbild. Bis heute prägt diese Idee eines zentralen Campus die Universität Regensburg, die moderne Forschungsbauten mit Gebäuden aus der Gründungszeit verbindet.
Im Rahmen der Grünen Hochschulbautour besuchten Verena Osgyan, stellvertretende Fraktionsvorsitzende sowie wissenschafts- und hochschulpolitische Sprecherin der Grünen Landtagsfraktion, Ursula Sowa, baupolitische Sprecherin, und der Regensburger Abgeordnete Jürgen Mistol die Universität Regensburg. Ziel des Termins: ein direkter Eindruck von der Bausituation vor Ort. Im Mittelpunkt stand der Austausch mit Prof. Dr. Hebel, Präsident der Universität Regensburg, dem örtlichen Bauamt unter Leitung von Thomas Sendtner sowie der Studierendenvertretung. Eine Campustour rundete den Besuch ab und vermittelte einen umfassenden Einblick.
„Besonders beeindruckend ist, wie die Hochschule den Campus der Zukunft aktiv gestaltet“, so Ursula Sowa. „Während der teilweise denkmalgeschützte Gebäudebestand saniert und an aktuelle Bedarfe angepasst wird, entstehen gleichzeitig dringend benötigte Neubauten und größere Baumaßnahmen.“
Verena Osgyan ergänzt: „Ein guter Campus ist mehr als eine Kulisse für Spitzenforschung. Er entscheidet mit darüber, ob Studierende gern hier lernen und Lehrende gut arbeiten können. Die Universität Regensburg zeigt, wie das zusammengeht, zuletzt mit ihrem Erfolg in der Exzellenzstrategie. Damit Forschung und Lehre auf diesem Niveau bleiben, braucht es auch künftig verlässliche Unterstützung durch den Freistaat.“
Ein Highlight der Tour war das RUN-Forschungsgebäude, ein 2023 fertiggestellter Neubau für Nanoskopie-Forschung.
„Die Universität Regensburg beweist mit diesem Gebäude, wie Spitzenforschung made in der Oberpfalz funktioniert“, betont Jürgen Mistol. „Ein starker Wissenschaftsstandort braucht nicht nur exzellente Köpfe, sondern auch eine passende Infrastruktur. Doch wir dürfen nicht nur an Neubauten denken: Die Staatsregierung muss auch für einen auskömmlichen Bauunterhalt sorgen.“
Die Grünen-Abgeordneten fordern daher gemeinsame Anstrengungen von Bund und Ländern gegen den Sanierungsstau an bayerischen Hochschulen. Zum Abschluss diskutierten sie mit der Studierendenvertretung, wie der Campus als Ort der Begegnung gestaltet werden kann. Der Campus der Zukunft, darin waren sich alle einig, entsteht nicht von selbst, sondern muss immer wieder neu gestaltet und gepflegt werden.