Anlässlich des Tags des Handwerks 2026 feierte die Handwerkskammer Niederbayern/Oberpfalz ein großes Fest, zu dem neben Vertreterinnen und Vertretern aus der Politik vor allem junge Menschen eingeladen waren, sich mit den vielfältigen Handwerksberufen auseinanderzusetzen. Gemeinsam mit den Grünen MdBs Tina Winklmann und Stefan Schmidt konnte sich Jürgen Mistol vom großen Andrang auf 19 Stationen überzeugen, an denen Einblicke in Arbeitsalltag und -techniken verschiedener Betriebe gewonnen werden konnten.
Zur Eröffnung der Veranstaltung verwies Handwerkskammerpräsident Georg Haber darauf, dass über 5.000 Azubis im September in Ostbayern ihre Ausbildung begonnen haben. Eine Zahl, auf die die Region in Anbetracht des Krisenmodus der Wirtschaft stolz sein könne. Angesichts wachsender ausländerfeindlicher Kräfte mahnte er jedoch an, dass das Handwerk auf den Zuzug von Arbeits- und Fachkräften aus dem Ausland angewiesen ist, um dem demographischen Wandel in der Arbeitswelt entgegenzuwirken: „Für uns zählt nicht, wo jemand herkommt, sondern wo jemand hinwill!“ Insofern brauche es gemeinsame Bemühungen der Menschen, Kooperationspartner und Betriebe, durch das Handwerk Integration voranzubringen.
Nach einer Führung der Gäste über das Gelände der Handwerkskammer durfte sich Jürgen Mistol bei verschiedenen Mitmach-Aktionen selbst einen Eindruck von der Arbeit im Handwerk verschaffen: Neben dem Nietenschweißen und Brezenformen konnte der Abgeordnete auch den neuesten E-Traktor ausprobieren und sich von modernen Entwicklungen in der Stahl- und Holzverarbeitung überzeugen.
Jürgen Mistol zeigte sich von dem vielfältigen Angebot begeistert: „Das Handwerk ist die Grundlage unserer Zukunft. Und nur mit genug Nachwuchs bleibt das auch so.“ Insofern sei die Gelegenheit für junge Menschen, in verschiedene Sparten des Handwerks hineinschnuppern zu können, ideal, um auf die Vorteile einer Ausbildung aufmerksam gemacht zu werden und gleichzeitig die eigenen Talente zu entdecken. Aber auch die Politik müsse ihren Teil tun und Rahmenbedingungen schaffen, die das Handwerk zukunftsfest machen.