Die Agentur für Arbeit der Landkreise Amberg-Sulzbach, Schwandorf und Cham, als auch der kreisfreien Stadt Amberg lud zu einem Arbeitsmarktgespräch zur aktuellen Lage auf dem Arbeitsmarkt ein. Während Manfred Tröppl, der Geschäftsführer des Jobcenters Amberg-Sulzbach, hierbei die Leistungen der Grundsicherung für Arbeitssuchende des Jobcenters im Jahr 2025 erläuterte, stellte Siegfried Bäumler, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Schwandorf, der Situation auf dem Arbeitsmarkt und auf dem Ausbildungsmarkt des Bezirks, die Leistungsbilanz des Jahres 2025 als auch die geplante Digitalisierung der Bundesagentur vor.
Im Gespräch mit den beiden anwesenden Abgeordneten Harald Schwartz und Jürgen Mistol wurde schnell die größte Herausforderung auf dem regionalen Arbeitsmarkt deutlich: Die Qualifikationen vieler Arbeitsloser passen häufig nicht zu den offenen Stellen in der Region. Gesucht werden vor allem Fachkräfte, die unter den Arbeitslosen jedoch nur begrenzt verfügbar sind. So kommen auf eine offene Fachkraftstelle lediglich 0,8 arbeitslose Fachkräfte, während auf eine Helferstelle 4,5 arbeitslose Helferinnen und Helfer entfallen.
Aber es gibt auch positive Entwicklungen: Die Arbeitslosenquote im Arbeitsamtsbezirk verringerte sich minimal im Vergleich zum Vorjahr und ist damit weiterhin unter dem bayerischen Durchschnitt. Die Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung stieg im Vergleich zum Vorjahr leicht an, welches hauptsächlich an der steigenden Beschäftigung ausländischer Staatsangehöriger liegt. Hier stieg in den letzten Jahren vor allem die Anzahl der Menschen mit einer Staatsangehörigkeit außerhalb der EU, wie zum Beispiel aus der Ukraine, an. Auch der Ausbildungsmarkt floriert: Es kommen in der Region im Schnitt drei offenen Ausbildungsstellen auf jede*n unversorgte*n Bewerber*in. Im Landesdurchschnitt gibt es hier 1,5 Stellen pro Bewerber*in.
Darüber hinaus informierte die Bundesagentur für Arbeit über ihre Zukunftspläne und bevorstehende Veränderungen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem Ausbau der Weiterbildungsangebote, um die Qualifizierung der Menschen in der Region weiter zu verbessern. Zudem soll die Digitalisierung der Arbeitsagentur konsequent vorangetrieben werden.